Bei einer Hochzeit hat man als Hochzeitsfotografin meist nicht besonders viel Zeit, um sich lange mit den kleinen, aber feinen Details aufzuhalten. Es ist unglaublich viel los, ein wichtiger Moment jagt den nächsten, und am Abend denkt man sich oft: „Woa, wie schnell ist dieser Tag vergangen. Was wollte ich nicht noch alles fotografieren?“
Gerade die Trauringe sind so ein Fall. Dabei sind sie ein wunderschönes Symbol für die Verbindung zweier Menschen und bieten unglaublich viele Möglichkeiten für kreative und persönliche Hochzeitsfotos.
Aber wann hat man auf einer Hochzeit schon die Zeit, eine halbe Stunde mit den Eheringen durch die Gegend zu düsen und nach tollen Fotohintergründen Ausschau zu halten? Eigentlich gar nicht.
Der Fokus liegt an diesem Tag ganz klar auf dem Brautpaar und den vielen wunderbaren Augenblicken, die es einzufangen gilt. Auf einer Hochzeit nehme ich mir deshalb meist kurz Zeit für zwei oder drei schöne Fotos der Hochzeitsringe. Dann geht es auch schon weiter, denn die nächsten wichtigen Momente warten nicht.
Auch wenn die Ringfotos auf einer Hochzeit meist nur in wenigen ruhigen Minuten entstehen, finde ich sie unglaublich wichtig. Die Trauringe begleiten ein Paar schließlich ein Leben lang. Sie stehen für das Versprechen, das sich zwei Menschen geben, und sind ein ganz persönliches Detail jeder Hochzeit.
Ob ganz schlicht, mit einer besonderen Form, mit kleinen Steinen oder mit einer Gravur: Jeder Ring sieht anders aus. Deshalb schaue ich bei jeder Hochzeit, welche Umgebung, welches Licht und welches Detail zu den Ringen und zur Geschichte des Paares passen könnte.
Manchmal liegen die Ringe für einen Moment auf dem Brautstrauß, auf einem schönen Stück Stoff, auf der Hochzeitspapeterie oder in einer kleinen Ecke der Location, die gerade besonders schönes Licht bietet. Oft entstehen gerade aus solchen spontanen Situationen die schönsten Bilder.
Schon lange hatte ich die Idee, mich fotografisch einmal näher mit Trauringen zu beschäftigen und einige Ideen auszuprobieren. Gesagt, getan.
An einem schönen Sommertag habe ich mir die Eheringe eines befreundeten Paares ausgeliehen und zusätzlich die Trauringe meiner Eltern geschnappt. Dann bin ich damit kreuz und quer durch den Garten gerobbt.
Etliche Ideen wollte ich unbedingt ausprobieren. Danach habe ich mich einfach treiben lassen und die Augen nach spannenden Mini Locations für die Ringe offen gehalten. Steine, Federn, Pflanzen und Blumen wurden dabei zu kleinen Kulissen für die Ringfotos.
Das Ergebnis war: viele, viele coole Fotos von Trauringen. Es fiel mir wirklich schwer, am Ende eine Auswahl zu treffen. Aber schlussendlich musste ich mich entscheiden.
Für die Bilder standen mir zwei sehr unterschiedliche Ringpaare zur Verfügung. Die älteren, schlichten Eheringe meiner Eltern aus Weißgold wirken zeitlos und zurückhaltend. Die Trauringe des befreundeten Paares aus Roségold haben dagegen eine geschwungene Form. In einem der Ringe sind drei kleine Steine eingefasst.
Gerade diese Unterschiede haben mir gezeigt, wie vielseitig Hochzeitsringe fotografiert werden können. Ein Ring muss nicht auffällig sein, um auf einem Foto besonders zu wirken. Auch schlichte Ringe bekommen durch Licht, Perspektive und einen passenden Hintergrund eine ganz eigene Ausstrahlung.
Die roségoldenen Ringe passten wunderbar auf eine Sukkulente. Die warmen Farbtöne und die geschwungene Form der Ringe bildeten einen spannenden Kontrast zu den kräftigen, spitzen Blättern der Pflanze. Der Weißgoldring auf einer dunklen Feder wirkte dagegen ruhig, leicht und elegant.
Ein spannendes Motiv entstand ganz spontan. Zwischen einigen Steinen entdeckte ich eine kleine weiße Feder, die ich wunderschön passend zu den Trauringen meiner Eltern fand. Zusammen mit moosbewachsenen Pflastersteinen bildete die kleine zarte Feder eine außergewöhnliche Mini Kulisse für die Trauringe.
Genau das liebe ich an der Fotografie. Man braucht nicht immer eine große, aufwendig vorbereitete Dekoration. Oft sind es gerade die kleinen Dinge am Wegesrand, die ein Bild besonders machen.
Wenn ich eure Hochzeit fotografisch begleite, gehören solche Detailaufnahmen selbstverständlich zu eurer Hochzeitsreportage. Natürlich steht ihr als Paar im Mittelpunkt. Eure Begegnungen, Blicke, Umarmungen, das Lachen mit euren Gästen und all die großen und kleinen Momente eures Tages sind das Wichtigste.
Aber auch eure Trauringe, der Brautstrauß, die Hochzeitspapeterie, der Schmuck oder andere persönliche Details helfen dabei, die Geschichte eures Hochzeitstags vollständig zu erzählen. Sie machen eure Erinnerungen später noch greifbarer.
Für Ringfotos reicht oft schon ein kurzer, ruhiger Moment. Vielleicht beim Getting Ready, während der Trauungsvorbereitungen, beim Paarshooting oder während die Gäste gerade beim Sektempfang sind. Ich schaue dabei immer, was zu euch, eurem Stil und eurer Hochzeit passt.
Ob klassische Trauringe, schlichte Eheringe oder außergewöhnliche Hochzeitsringe: Für schöne Ringfotos braucht es keine vorgefertigte Idee. Eure Ringe, eure Geschichte und die Details eures Hochzeitstags bieten meist schon mehr als genug Inspiration.
Die Bilder aus meinem Garten waren für mich eine schöne Gelegenheit, mich ganz bewusst mit dem Thema Trauringe fotografieren zu beschäftigen. Sie haben mir noch einmal gezeigt, wie viele Möglichkeiten in diesen kleinen Symbolen der Ehe stecken.
Wenn ihr euch eine Hochzeitsreportage mit natürlichen, emotionalen und liebevollen Detailaufnahmen wünscht, könnt ihr mich gerne für eure Hochzeit anfragen. Ich freue mich darauf, nicht nur die großen Augenblicke, sondern auch die kleinen, besonderen Details eures Tages für euch festzuhalten.
Nicole Reimer
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